1. Selbstorganisation: Nur mit einer produktiven Identität des Unternehmers

Ein Unternehmen kann niemals über die Grenzen des Unternehmers hinauswachsen. Selbstorganisation ist dabei ein gutes Beispiel: Glaubt der Unternehmer nicht an Selbstorganisation oder schenkt er den Kollegen nicht das notwendige Vertrauen, dann wird es auch nicht funktionieren. Kümmert der Unternehmer sich nicht von Beginn an um die Einstellung der allerbesten Mitarbeiter, dann wird das Unternehmen nicht skalieren und denkt der Unternehmer an ein „paar Kuchen verkaufen“, dann wird er niemals die Welt verändern.

Passend dazu gab es ein sehr interessantes Experiment mit Geigenspielern, wobei jeweils das Verhältnis von Lernaufwand und Qualität des Geigenspiels in direkter Abhängigkeit von der Motivation ermittelt wurde:

  • Die erste Testgruppe bestand aus Leuten, die sagten „Ich probiere es mal aus“ – die Qualität des Geigenspiels war anfangs nicht berauschend und auch nach einiger Zeit Üben wurde es nicht wesentlich besser.
  • Die zweite Testgruppe bestand aus Personen, die sagten: „Ich will Geige spielen lernen“ – die Qualität war über die ganze Trainingsperiode hinweg etwas besser, aber trotz hohem Trainingseinsatz noch weit entfernt von Weltklasse.
  • Die dritte Testgruppe beinhaltete Menschen, die mit vollem Enthusiasmus behaupteten: „Ich werde Geigespieler“ – die Qualität war zu Beginn wieder ein kleines Stückchen besser. Mit fortschreitendem Training stieg die Qualität jedoch deutlich, sogar exponentiell an!

Unser Antrieb:
Wenn wir also unsere komplette Identität so ausgelegt haben, dass für uns Geige spielen oder eben „Der Aufbau einer funktionierenden Selbstorganisation“ oder auch „Der Beitrag für großartige Kunden“ einer der wichtigsten oder gar der wichtigste Lebensinhalt ist, dann werden wir deutlich schneller lernen, weniger schnell aufgeben und zugleich wesentlich konsequenter handeln. Und dadurch gelangen wir sehr viel wahrscheinlicher auch an unser Ziel.

Aber nur mit der richtigen Perspektive:
Auch wenn wir über einen längeren Zeitraum mit 250 kmh Vollgas fahren können und Wissen wie die Stadt unserer Träume in etwa aussieht – woher Wissen wir eigentlich, dass wir in die richtige Richtung steuern?

Den schon kleine Perspektiv-Wechsel ändern unsere Richtung um 180 Grad!

  1. Ist der Zweck eines Unternehmens:
    Maximaler Gewinn, Glückliche Mitarbeiter oder ein herausragender Nutzen für unsere Kunden?
  2. Bedeutet eine gute Strategie:
    Fokus auf die größtmögliche Zielgruppe oder das Adressieren einer kleinen Zielgruppe?
  3. Mit welcher Zeiteinteilung bin ich am effektivsten:
    Fachkraft-Aufgaben, da sonst die Firma untergeht, Management-Aufgaben damit jeder effizient arbeitet oder Unternehmer-Aufgaben, damit jeder an den richtigen Themen arbeitet?

Und so könnte ich den ganzen Tag fortfahren…

Daher werden wir uns in den folgenden Beiträgen intensiv mit Wahrnehmungsmodellen und Identität auseinander setzen!

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